Wussten Sie, dass eine der trockensten Regionen der Erde plötzlich mit einer schneeartigen Decke überzogen werden kann? Im Juni 2023 hat ein unerwarteter Schneesturm die Atacama-Wüste in Chile getroffen und mehr als die Hälfte der Wüste in einen weißen Mantel gehüllt. Dies hatte zur Folge, dass das Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) vorübergehend in den „Überlebensmodus“ versetzt wurde. Lesen Sie weiter, um herauszufinden, warum dieses außergewöhnliche Ereignis eng mit den Veränderungen des Klimas verknüpft ist.
Eine unerwartete Überraschung
Am 25. Juni kam es in der Atacama zu einem seltenen Schneesturm, als ein „kaltes Zyklon-Kern“ unerwartet aus dem Norden herabzog. Die gesamte Landschaft wurde mit weißem Pulver überzogen, was zumindest vorübergehend zu einer beeindruckenden, aber auch beunruhigenden Sicht führte.
- Über 40.500 Quadratmeilen der Atacama-Wüste wurden betroffen.
- Die Schneedecke brachte das ALMA-Teleskop zum Stillstand.
- Ähnliche Schneefälle ereigneten sich bereits in 2011, 2013 und 2021.
Die Atacama-Wüste – ein extremes Ökosystem
Die Atacama ist die älteste nicht-polare Wüste der Erde und bleibt seit über 150 Millionen Jahren semi-arid. Einige Gebiete erhalten weniger als 0,5 Millimeter Niederschlag pro Jahr. In der Regel wird es hier von Sonnenlicht durchflutet, was die Umgebung extrem lebensfeindlich macht.
Aber wie hat diese Schneedecke die wissenschaftlichen Bemühungen in der Region beeinträchtigt? ALMA, das aus über 50 Radioteleskopen besteht, wurde in den Überlebensmodus versetzt, um Schäden durch die schneebedeckte Struktur zu vermeiden.
Ein Zeichen des Wandels?
Wissenschaftler glauben, dass solche seltenen Wetterphänomene möglicherweise auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Falls die Niederschläge anhalten, könnte die Atacama irgendwann nicht mehr zu den trockensten Orten der Welt gehören. Dies könnte weitreichende Folgen für die Biodiversität und das lokale Ökosystem haben.
Es ist faszinierend und alarmierend zugleich, wie sich der Klimawandel auf Regionen auswirkt, von denen wir dachten, sie wären unveränderlich. Wo sehen Sie mögliche Veränderungen in Ihrem Alltag?









