In einer Zeit, in der Wissenschaftler immer häufiger angezweifelt werden, bringt der Verlag Actes Sud eine innovative Sammlung heraus. Diese Sammlung ist einzigartig in Frankreich: Wissenschaftliche Artikel werden in französischer Sprache veröffentlicht und verständlich erklärt. Das ist besonders wichtig, denn inmitten von Klimaleugnern und Impfgegnern wollen die Wissenschaftler mit Aufklärung und Fakten entgegenwirken.
Die Antwort auf wissenschaftliche Skepsis
Das CEREGE in Aix-en-Provence gehört zu den drei größten Geowissenschafts-Labors in Frankreich. Fast hundert Forscher, darunter der Paläoklimatologe Guillaume Leduc, sind dort tätig. Leduc hat bereits mehrere wissenschaftliche Artikel veröffentlicht und spricht regelmäßig über den Klimawandel. Er berichtet von seinen Erfahrungen:
- „Beim Publikum in meinen Vorträgen treffe ich häufig auf Skeptiker des Klimawandels.“
- „Das Wissen über Klimafakten ist über Jahrhunderte in der Physik etabliert, trotzdem gibt es Skepsis.“
Seine Spezialität ist die Paläo-Ozeanographie, bei der er Mikroben analysiert, um den Kohlenstoffzyklus besser zu verstehen.
Ein neues Konzept für wissenschaftliche Aufklärung
In diesem Jahr wurde in Arles die Sammlung „Système Terre“ ins Leben gerufen. Vier Booklets der Reihe sind bereits erschienen, die grundlegende wissenschaftliche Artikel veröffentlichen, jedoch nicht in ihrer originalen Sprache, sondern ins Französische übersetzt, um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
- Jedes Buch besteht aus zwei Teilen:
- Dem wissenschaftlichen Artikel in französischer Sprache.
- Erklärungen und pädagogischen Begleitungen durch die jeweiligen Wissenschaftler.
Wissenschaft macht Schule
Die Herausgeber der Sammlung, darunter Stéphane Durand und Nathanaël Wallenhorst, sind überzeugt, dass Wissen unverzichtbar ist, um verantwortungsbewusste politische Entscheidungen zu treffen. Wallenhorst sagt:
„Die Wissenschaft sollte nicht nur eine von vielen Meinungen sein. Fakten sind entscheidend für die gesellschaftliche Diskussion.“
Die Sammlung ist ein Schritt in die richtige Richtung und fördert das Verständnis von wissenschaftlichen Zusammenhängen. Wallenhorst betont:
„Es ist notwendig, zwischen wissenschaftlichem Wissen und persönlicher Meinung zu differenzieren.“
Dass das Thema wichtig ist, steht außer Frage. Die Autoren der Sammlung sehen darin eine Chance, den Dialog über Wissenschaft und Politik neu zu beleben.
Wie stehen Sie zu dieser Entwicklung? Glauben Sie, dass solche Initiativen dabei helfen, wissenschaftliche Erkenntnisse besser zu vermitteln? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!









