Wenn Sie schon einmal gehört haben, dass ein Tag auf der Erde bald 25 Stunden dauern wird, sollten Sie sich fragen, was „bald“ wirklich bedeutet. Denn während Wissenschaftler bestätigen, dass die Rotationsgeschwindigkeit unseres Planeten allmählich abnimmt, geschieht diese Veränderung so langsam, dass wir in unserem Alltag kaum etwas davon mitbekommen.
Ein „Tag“ ist nicht so fest, wie Sie vielleicht denken!
Wir alle haben in der Schule gelernt, dass ein Tag 24 Stunden hat. Dies liegt daran, dass unsere Schulzeiten, Arbeitswechsel und Wecker auf dieses Konzept abgestimmt sind. Aber wenn Sie die Erdrotation mit Hilfe entfernter Sterne anstelle der Sonne messen, erhalten Sie einen etwas kürzeren Zeitraum, der als „siderischer Tag“ bezeichnet wird.
Was passiert mit der Zeitmessung?
Dieser Unterschied in der Zeiterfassung ist kein Fehler; es sind einfach zwei verschiedene Möglichkeiten zur Messung der Bewegung. Während sich die Erde dreht und die Sonne umkreist, muss sie sich ein kleines Stückchen mehr drehen, damit die Sonne wieder am gleichen Punkt erscheint.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist: Auch der 24-Stunden-Sonntag ist keineswegs konstant. Er hat kleine Schwankungen und verlängert sich über große Zeiträume hinweg.
Der Mond ist der Bremser der Erdrotation!
- Die Hauptursache für die Abnahme der Rotationsgeschwindigkeit der Erde ist der Mond!
- Die Anziehungskraft des Mondes verursacht Gezeiten in den Ozeanen der Erde. Diese Gezeiten erzeugen Reibung (Friction).
- Diese Reibung raubt der rotierenden Erde einen kleinen Teil ihrer Rotationsenergie.
Stellen Sie sich vor, Sie ziehen leicht mit Ihrem Fuß an einem drehenden Bürostuhl. Der Stuhl dreht sich weiterhin, aber allmählich verringert sich seine Geschwindigkeit.
Was sind die praktischen Folgen?
- Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde nimmt ab.
- Aufgrund des Energiemausches bewegt sich der Mond allmählich von der Erde weg.
Wie wissen Wissenschaftler, dass sich die Geschwindigkeit der Erde verringert?
Selbst wenn sich ein winziger Teil einer Sekunde über ein ganzes Leben hinweg verlangsamt, können wir das nicht direkt bemerken. Aber wie stellen Forscher fest, dass dies passiert? Sie vergleichen extrem präzise Uhren mit astronomischen Beobachtungen und alten Aufzeichnungen von Zeitmessungen.
Um die globale Zeit eng mit der Erdrotation zu verknüpfen, werden „Schaltsekunden“ eingesetzt. Diese Ankündigungen zeigen, wie genau Zeitwächter die Drehung der Erde überwachen.
Wann könnten wir tatsächlich einen 25-Stunden-Tag haben?
Wenn wir davon ausgehen, dass das Erdmondsystem weiterhin auf dieselbe Weise evolviert, deuten beste Schätzungen darauf hin, dass es etwa 200 Millionen Jahre dauern wird, bis ein Tag auf 25 Stunden ansteigt. Die Ergebnisse einer Forschungsgruppe unter der Leitung des Astronomen Norman Murray von der Universität Toronto unterstützen diese zeitliche Schätzung.
Fazit: Die Möglichkeit, dass ein Tag auf der Erde 25 Stunden dauert, ist in unserer Zeitschiene bereits eingeplant. Aber das wird erst in vielen Millionen Jahren geschehen. Daher wird es praktisch keine Auswirkungen auf uns Menschen, unsere Zivilisation oder die Form unserer Kalender haben!
Was denken Sie darüber? Glauben Sie, dass wir an einem Punkt ankommen werden, an dem die Zeitmessung ernsthaft angepasst werden muss? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren!









